19 Jul

Regeln für Wein-Doggy-Bags

Es hat sich ja eingebürgert, dass man so genannte Doggy Bags aus Restaurants nach Hause nimmt, aber wie ist das mit Getränken, vor allem teuren Weinflaschen, die man nicht geleert hat? Nun ist der Name etwas irreführend, weil wahrscheinlich kein Hund jemals den Wein trinken wird. In Amerika unterliegt das Mitgeben von Weinflaschen und anderen alkoholischen Getränken sehr strengen GFrikadellen_mit_Schmorbohnen_und_Römertopfkartoffeln,_dazu_Weinesetzen. Restaurants dürfen zum Beispiel nur angebrochene Flaschen mitgeben, weil sie keine Lizenz zum Verkauf von Flaschen haben. Und eigentlich dürfen diese schon geöffneten Flaschen dann auch nur in den eigenen vier Wänden weiter konsumiert werden. Dafür gibt es spezielle Aufkleber. Trinkt ein Gast daraus an anderen Orten, ist das aber nicht das Problem des Restaurantbesitzers. Es ist auch nicht erlaubt diese Flasche dann in einem Restaurant zu öffnen, das keine Alkohollizenz hat. Selbst wenn, müsste man ein Zapfengeld (englisch Corkage Fee) entrichten.

In Europa ist man da wesentlich entspannter. In der Regel ist es kein Problem, eine angebrochene Flasche mitzunehmen. Meist hebt der Kellner den Korken ohnehin auf, weil so etwas zu erwarten ist. In der Regel ist es üblich, nur Weinflaschen und Spirituosen mitzunehmen. Wasser und Bier ist eher ungewöhnlich und würde die Bedienung sehr verunsichern.

Wenn man in einem Restaurants Stammgast ist und sehr häufig kommt, dann bieten einige auch an, angebrochene Flaschen aufzubewahren. Man wird in asiatischen Restaurants oft spezielle Kühlfächer finden in denen die Flaschen sicher verstaut werden. Man bekommt manchmal sogar einen eigenen Schlüssel. Wir haben schon Fälle erlebt, in denen der Kellner vor dem Einschließen die Flüssigkeitsstand markierte und der Gast auf der Flasche dies mit seiner Unterschrift bestätigen musste.

Ein kleiner Tipp am Ende: Wer sich beim Essen die Flasche mit Freunden geteilt hat, sollte vorher fragen, wer sie mit nach Hause nehmen darf vor allem wenn die Rechnung geteilt wurde. Um böses Blut zu vermeiden ist es manchmal besser, sie doch noch an Ort und Stelle zu leeren.